3 Kurzwellen


Kurzwellen

Kurzwellen,
 
Abkürzung KW, englisch high frequency [haɪ 'friːkwənsi], Abkürzung HF [eɪtʃ'ef], Dekameterwellen, elektromagnetische Wellen mit Wellenlängen von 10-100 m und entsprechend Frequenzen von 30-3 MHz. Der Kurzwellenbereich ist der wichtigste Frequenzbereich für funktechnische Fernverbindungen. Kurzwellen können gerichtet gesendet und empfangen werden, da die Wellenlänge mit der Antennengröße vergleichbar sein kann. Während die Bodenwelle infolge starker Absorption nur etwa 10 bis 100 km weit empfangbar ist, erhält man wegen des Auftretens einer an der Ionosphäre gespiegelten Raumwelle eine extrem große Reichweite der Kurzwellen. Hierdurch ist der brauchbare Frequenzbereich definiert: über einer oberen Grenzfrequenz (MUF, englisch maximum usable frequency) reicht die Brechung in der ionosphärischen E- und den F-Schichten nicht mehr zur Reflexion aus, die Welle entweicht in den Raum; bei einer tieferen als der unteren Grenzfrequenz (LUF, englisch lowest usable frequency) wird die Absorption in der D-Schicht zu stark. Das zwischen Boden- und Raumwellenempfang liegende Gebiet nennt man tote Zone. Wegen der sich tages- und jahreszeitlich sowie langperiodisch (elfjähriger Zyklus der Sonnenaktivität) ändernden Ionosphärenbedingungen muss zur Aufrechterhaltung einer ständigen Kurzwellenverbindung die Betriebsfrequenz häufig gewechselt werden. Eine Prognose aller Einflüsse gestaltet sich immer noch schwierig; im Allgemeinen ergeben tagsüber kürzere (13-25 m), nachts längere Wellen besseren Empfang. Intensitätsschwankungen und Wiedergabeverzerrungen (Fading) durch kurzzeitige Änderungen in der Ionosphäre versucht man elektronisch aufzufangen.
 
Dem Kurzwellenrundfunk sind folgende Bänder zugeteilt (Bandbreite 200-500 kHz): 13-, 16-, 19-, 25-, 31-, 41- und 49-m-Band. Für den Amateurfunk stehen das 10-, 15-, 20-, 40- und 80-m-Band zur Verfügung. Eine Sendegenehmigung für Amateure wird (nach bestandener Prüfung) durch die Deutsche Telekom AG erteilt.
 
 
G. Braun: Planung u. Berechnung von K.-Verbindungen (21986);
 W. Siebel: Weltweit Radio hören. Die Anleitung zum K.-Empfang (81992).

Universal-Lexikon. 2012.

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